Der Ansatz
Alltagskraft
Die Kraft, die dein normaler Tag von dir verlangt. Nicht die, die man im Studio misst.
Aufstehen, tragen, Treppen steigen, sich bücken, das Gleichgewicht halten, eine Tür gegen den Wind aufdrücken. Zusammen entscheidet das darüber, wie selbstständig jemand lebt. Und es lässt sich trainieren, ziemlich genau sogar.
Warum niemand merkt, wann es anfängt
Fähigkeiten verschwinden nicht an einem Tag. Sie gehen über Jahrzehnte, langsam genug, dass man sich daran gewöhnt, statt es zu bemerken.
ab etwa 30
Der Abbau beginnt, unbemerkt
Muskelmasse und Kraft gehen von allein zurück, wenn nichts dagegen steht. Im Alltag merkst du davon nichts, weil dein Körper genug Reserve hat, um es auszugleichen.
ab etwa 50
Die Reserve wird dünner
Einzelne Dinge fühlen sich anders an. Die Treppe, das Aufstehen vom Boden, der Koffer. Meist wird das dem Alter zugeschrieben, nicht dem Training, das nicht stattgefunden hat.
ab etwa 70
Es zeigt sich im Alltag
Jetzt entscheidet die vorhandene Kraft darüber, was noch allein geht und wofür es jemanden braucht. Aufbauen geht weiterhin, es dauert nur länger als vorher.
Die Altersangaben sind grobe Orientierung, keine Diagnose. Wie der Verlauf bei dir aussieht, hängt von Veranlagung, Beruf, Vorerkrankungen und vor allem davon ab, wie viel du deinen Körper benutzt.
Die gute Nachricht ist unspektakulär: Muskeln, Balance und Beweglichkeit reagieren in jedem Alter auf Training. Auch mit 80. Es dauert nur länger, je später man anfängt.
Wie Ulli arbeitet
Vier Dinge, die hier anders laufen
- 01
Erst schauen, dann trainieren
Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme, kein fertiger Plan. Was geht, was geht nicht mehr, wo weicht dein Körper aus. Alles danach baut darauf auf.
- 02
Bewegungen statt Muskeln
Trainiert wird nicht der einzelne Muskel am Gerät, sondern die Bewegung, die du im Alltag brauchst. Die verlangt immer mehrere Dinge gleichzeitig.
- 03
An dir ausgerichtet, nicht an der Norm
Was mit einer versteiften Schulter geht, ist etwas anderes als das, was mit einem frischen Kreuzband geht. Die Übung passt sich an, nicht du dich an die Übung.
- 04
Zuhause zählt mehr als hier
Eine Stunde pro Woche verändert wenig. Die zwei Übungen, die du danach selbst machst, verändern viel. Deshalb bekommst du sie immer mit.
Der Teil, den kaum jemand trainiert
Dein Körper meldet dauernd, wo er gerade ist: wie deine Füße stehen, wie weit dein Arm gestreckt ist, ob du kippst. Diese Rückmeldung wird leiser, wenn sie lange nicht gebraucht wird, und dann reagierst du beim Stolpern einen Sekundenbruchteil zu spät.
Deshalb wird hier auch daran gearbeitet: einzelne Muskeln bewusst anspannen und wieder loslassen, mit geschlossenen Augen stehen, Bewegungen langsam ausführen statt schnell. Sieht nach wenig aus und ist für viele der anstrengendste Teil.
Woran du es merkst
- Du fängst dich beim Stolpern, statt zu fallen.
- Du gehst Treppen, ohne auf die Stufen zu schauen.
- Du stehst auf unebenem Boden ruhig, statt zu korrigieren.
- Du merkst selbst, wenn eine Haltung nicht stimmt.
Wo wir uns treffen
Unser Treffpunkt: das Wasserschloss Erlach
Der Gruppenkurs findet jede Woche am selben Ort statt, im Wasserschloss Erlach. Ein ruhiger Platz mit frischer Luft und historischem Ambiente. Klingt nach Nebensache, ist aber oft der Unterschied zwischen hingehen und ausfallen lassen.
Wasserschloss Erlach
Fester Treffpunkt für alle Gruppentermine. Einmal da gewesen, und du musst dich nie wieder orientieren, sondern kannst dich auf das Training konzentrieren.
- Immer am selben Ort, du findest dich nach dem ersten Mal zurecht
- Frische Luft und Natur statt enger Turnhalle
- Ruhig und schön, das macht den Unterschied beim Hingehen
Lieber allein? Einzeltraining und der Alltagskraft-Check gehen auch bei dir zuhause, im Park oder online.


Der Trainer
Ulli Assel
Sport gehört zu Ullis Leben, seit er fünf ist. Fußball und Handball als Kind, ab sechzehn Kampfsport, später Ski, American Football, Klettern, Mountainbike. Ende zwanzig kam das funktionelle Training dazu, also Training mit dem eigenen Körpergewicht, und das ist bis heute die Grundlage von allem, was er macht.
Von 2007 bis 2015 war er hinter den Kulissen beim SV 05 Würzburg und hat DSV-Athleten bei Trainingslagern und Wettkämpfen begleitet, bis nach London 2012. 2020 hat er seine Trainerlizenzen gemacht.
Was ihn von vielen unterscheidet: er fängt nicht mit einem Plan an, sondern mit einer Bestandsaufnahme. Erst schauen, was der Körper kann und was ihn einschränkt, dann trainieren. Nicht umgekehrt.
Lizenzen
- Fitnesstrainer-A-Lizenz (2020)
- Lizenz Personal Trainer (2020)
- Lizenz Medical Fitness (2020)
Der einfachste Anfang ist hinschauen
Beim Alltagskraft-Check geht Ulli echte Alltagsbewegungen mit dir durch und sagt dir ehrlich, wo du stehst und was zuerst dran ist.